Wie sieht eine ausgewogene Ernährung aus, die fit für den Leistungssport macht? Zunächst einmal ist es wichtig, dass man die unterschiedlichen Nährstoffe in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis zu sich nimmt. Entscheidend sind aber auch die Qualität der Lebensmittel und die richtige Zubereitung.
Vollwertige Basisernährung: Von allem genug
Eine
vollwertige Basisernährung führt dem Körper genügend Energie in Form
von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten zu. Außerdem sind Vitamine,
Spurenelemente und Ballaststoffe sowie eine ausreichende
Flüssigkeitszufuhr wichtig.
Generell sollten „leere“ Kalorien
gemieden werden, also solche Nahrungsmittel, die viel Energie, aber
keine essentiellen Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe
liefern. Dazu zählen vor allem Zucker und Alkohol.
Grundsätzlich
gilt: Je vielseitiger und abwechslungsreicher die Ernährung ist, umso
eher ist sichergestellt, dass alle Nährstoffe in ausreichender Menge
aufgenommen werden.
Energielieferanten: Das Verhältnis muss stimmen
Die
wichtigsten Energielieferanten sind Kohlenhydrate; sie sollten mehr als
die Hälfte der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen. Sportlich Aktive
sollten Kohlenhydrate vor allem in Form von Getreide- und
Vollkornprodukten (Brot, Nudeln, Müsli), Gemüse und Obst zu sich nehmen.
Der Eiweißbedarf beträgt je nach Sportart 10 bis 15 Prozent des
täglichen Energiebedarfs. Eiweiß ist vor allem in Fleisch, Fisch und
Eiern sowie in Milch und Milchprodukten enthalten. Aber auch Getreide
und Hülsenfrüchte und einige Obst- und Gemüsesorten liefern Eiweiß.
Fette
sollten etwa ein Viertel bis ein Drittel der täglichen Kalorienzufuhr
ausmachen. Tierische Fette finden sich in Fleisch, Fisch und
Milchprodukten, pflanzliche Fette vor allem in Nüssen, Samen und Keimen.
Diese Mengenangaben sind aber nur grobe Anhaltspunkte. Je nach
Sportart oder Trainings-/ Wettkampfsituation kann es sinnvoll sein, mehr
Eiweiß oder mehr Kohlehydrate aufzunehmen.
Auf die Qualität kommt es an
Es
kommt aber nicht nur auf die ausreichende Zufuhr der einzelnen
Nährstoffe an, sondern auch auf die Auswahl und Zubereitung der
Lebensmittel. So verlieren zum Beispiel pflanzliche Lebensmittel einen
großen Anteil an Vitaminen durch Erhitzen oder durch zu lange Lagerung
im Kühlschrank. Obst und Gemüse sollten daher möglichst frisch verzehrt
werden, und Rohkost ist besser als gegartes Gemüse.
Viele
wichtige Inhaltstoffe pflanzlicher Lebensmittel sitzen direkt unter der
Schale oder in den Randschichten. Deshalb sollte man beispielsweise
Obst, Gurken und Karotten nur gründlich waschen, anstatt sie zu schälen.
Vorsicht Fett!
Der
empfohlene Anteil an Fetten ist schnell überschritten, denn viele
Nahrungsmittel enthalten „versteckte“ Fette. Das gilt vor allem für
Fleisch- und Wurstwaren, Gebäck, Soßen, frittierte und panierte
Speisen. Pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil ungesättigter
Fettsäuren (Olivenöl, Rapsöl) sind gesünder als tierische Fette wie
Butter oder Schmalz. Bei den tierischen Fettlieferanten sollten
möglichst mageres Fleisch, Fisch und fettarme Milchprodukte gewählt
werden.
Mehr Leistung durch bessere Ernährung
Eine
vollwertige Ernährung kann zum Erhalt oder der Steigerung der
sportlichen Leistungsfähigkeit beitragen. Eine ausreichende
Kohlenhydratzufuhr verbessert beispielsweise nicht nur die
Ausdauerleistung, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit und
Motivation. Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse
sind für viele Stoffwechselvorgänge und vor allem für die Immunabwehr
unentbehrlich.
Eiweiße (Proteine) sind wichtig für den
Muskelaufbau, aber auch für die Stabilität von Sehnen, Knorpeln und
Knochen. Sie helfen dem Körper auch, sich vom anstrengenden Training zu
erholen. Pflanzliche Fette haben eine entzündungshemmende Wirkung und
unterstützen so zum Beispiel die Heilung von Verletzungen.
Es ist
daher für Athletinnen und Athleten wichtig, auf eine ausgewogene
Ernährung zu achten. Wenn die sportlichen Anforderungen wachsen, kann
eine individuelle Ernährungsberatung sinnvoll sein.